Wie gelingt es einer religiösen Bewegung, junge Menschen für sich zu gewinnen?
Und warum kann der Weg zurück so schwierig sein?
In der aktuellen Folge des Podcasts CultCancel berichtet Sophie
persönlich von ihren Erfahrungen mit Shincheonji. Sie erzählt,
wie sie in die Bewegung hineingeriet, welche Methoden und Strukturen sie erlebte
und wie sie schließlich den Weg aus der Gemeinschaft fand.
Tarnung und Täuschung über die wahren Hintergründe der Gruppe gehören dabei zu den Anwerbemethoden.
Ein eindrucksvoller Erfahrungsbericht über Anwerbung, Manipulation, religiösen Extremismus und Ausstieg.
Zehn Jahre lebt Aylen streng nach den Regeln einer radikalen religiösen Gruppe – bis alles zerbricht. Wie schafft sie den mutigen Schritt heraus aus der Gemeinschaft und zurück in die Freiheit? (mehr …)
*Freie christliche Jugendgemeinschaft Lüdenscheid
und
*Shinchonji
Auf CultCancel werden in zwei neuen Folgen manipulative und autoritäre Gruppen beleuchtet. Der Podcast bietet fundierte Einblicke, die über das Thema Jehovas Zeugen hinausgehen. (mehr …)
Das Buch von Oliver Koch und Johannes Lorenz ist eine fundierte und umfassende Analyse der südkoreanischen Neureligion Shincheonji, die weltweit aktiv ist und auch im deutschsprachigen Raum zunehmend junge Menschen anzieht. Das Buch beleuchtet detailliert die Entstehung, Lehren und Strukturen dieser Bewegung sowie die manipulativen Missionierungsstrategien, wie die sogenannte „heilige Lüge“, mit der Interessierte zunächst getäuscht und in geschlossene Glaubenssysteme geführt werden.
Die in der Beratung von Betroffenen erfahrenen Autoren zeigen auf, wie sich geschlossene Weltbilder, gruppendynamische Prozesse und emotionale Abhängigkeit entwickeln können – und welche weitreichenden Folgen diese für Identität, Beziehungen und Selbstbestimmung haben. Besonders eindrucksvoll ist der zweite Teil des Buches: In einer fesselnden, romanhaften Erzählung schildert die fiktive „Anna“ exemplarisch den Weg vom ersten Kontakt mit Shincheonji über Indoktrination bis hin zum Ausstieg. Informationskästen erläutern dabei psychologische Mechanismen und Gruppendynamiken verständlich und praxisnah.
Das Buch bietet zudem praktische Checklisten, Hilfestellungen und Empfehlungen für Betroffene, Angehörige, Beratungsstellen sowie kirchliche und soziale Einrichtungen. Es zeigt Wege auf, spirituelle Manipulation frühzeitig zu erkennen und sich dagegen zu schützen. Abgerundet wird das Werk durch Hinweise auf Beratungsangebote und Unterstützungsstellen.
Die Seelenfänger von Shincheonji ist eine unverzichtbare Informationsquelle für alle, die sich mit spiritueller Manipulation, seelischer Abhängigkeit und der Prävention von Missbrauch im religiösen Kontext beschäftigen – sei es in der Beratung, Pädagogik, Kirche oder im sozialen Umfeld.
Ein neuer Beitrag von Fabian Maysenhölder, dem Host von Secta über Shincheonji.
Shincheonji (offiziell: Shincheonji Kirche Jesu, der Tempel des Zeltes des Zeugnisses) ist eine neureligiöse Bewegung aus Südkorea, die 1984 von Lee Man-hee gegründet wurde. Sie gilt international als kontrovers, totalitär und sehr konfliktträchtig.
Der Hinweis auf eine interessante Sendereihe. Die Namen der Themen und der Experten, wie Lydia Benecke verspricht eine qualitativ hochwertige Sendereihe.
***“Jenseits des Glaubens – Zwischen Religion und Verblendung“***
Heute (12.02.24) und am 19.02.24
werden jeweils zwei Teile der Reportagereihe
auf SAT.1 GOLD ausgestrahlt.
Die Reportagereihe „Jenseits des Glaubens – Zwischen Religion und Verblendung“ befasst sich mit alternativen Glaubensgemeinschaften und lässt ehemalige Mitglieder zu Wort kommen.
Ich erkläre dabei psychologische Aspekte, die in entsprechenden Glaubensgemeinschaften wirken.
Vielen Dank an
die ehemaligen Mitglieder der unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften sowie die Angehörigen, die bei dieser Reportagereihe mitwirken und durch ihre Aufklärung anderen Menschen helfen,
Bianca Liebrand und Christoph Grotepass von der Sekten-Info Nordrhein-Westfalen e.V.,
die Journalistin Julia Zipfel,
Miriam Weinandi von der Produktionsfirma Kelvinfilm,
Ursula Sina Deutsch von SAT.1
und das ganze Team, das hinter der Reportagereihe steht.
„Die Glaubensgemeinschaft „Organische Christus Generation“ hat sich nicht nur in der Schweiz etabliert, sondern findet auch in Deutschland viele Anhänger:innen. Ruth und Abigail sind von Kind auf Teil der Gemeinschaft, die von Ivo Sasek angeführt wird. Der Prediger lehrt eine strenge Erziehung, weswegen die Leben der beiden Mädchen von Gewalt und ständiger Angst geprägt sind.“
„Drei Aussteiger:innen berichten über ihre Erfahrungen bei den Zeugen Jehovas: Jolanda, Sophie und Alex sind alle in der Glaubensgemeinschaft groß geworden. Je älter sie werden, desto mehr spüren sie den Druck und die Zwänge der Gruppierung. Nach langem Ringen entscheiden sie sich unabhängig voneinander für den Ausstieg – und lassen alles zurück, was ihnen etwas bedeutet hat.“
„Die koreanische Glaubensgemeinschaft „Shincheonji“ agiert in Deutschland oft unter einem Tarnnamen. Ehemalige Mitglieder berichten von ihrer Zeit bei der Organisation: Sophie wird in einem Frankfurter Einkaufszentrum angesprochen, Michelle wird über Instagram zu einem Bibelkurs eingeladen und Gregor wird von einer Bekannten zu einem Lobpreis mitgenommen und steigt schnell zum Lehrer und Missionar auf.“
„Antje pflegt ein sehr enges Verhältnis zu ihrer Schwester. Nach deren Scheidung verändert sich dieses immer mehr. Die Schwester verkauft ihr Haus, gibt die geliebten Hunde weg und zieht ins Ruhrgebiet zu ihrer neuen Glaubensgemeinschaft. Uwe fühlt sich mit 50 Jahren rat- und rastlos. Als er eine Naturheilkundlerin kennenlernt, verändert er sich plötzlich und zieht sich immer mehr von seiner Frau zurück.“
Eine neue Broschüre informiert über Shinjonchji. Shinchonji heißt übersetzt: „Neuer Himmel und neue Erde“ und ist eine koreanische Neuoffenbarungsreligion. Sie wurde 1984 von Man-Hee Lee 1984 gegründet, der nach wie vor an der Spitze der streng hierarchisch aufgebauten Gruppierung steht. Er bezeichnet sich als „der versprochene Pastor der Endzeit“. Vor kurzem hat sich der 89jährige als „körperlich unsterblich“ bezeichnet. Weltweit sammelt er eine exklusive Schar an Anhänger_innen um sich, um sie auf das Ende der Welt vorzubereiten. Hauptsitz der Bewegung ist Seoul in Südkorea.
Auch in Deutschland ist die Gruppe aktiv, deren Auftreten und Methoden stark an die Mun-Bewegung (Vereinigungskirche) erinnert, die vor allem in den 70/80er Jahren Besorgnis erregte.