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  • Unterichtsmaterialien

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    Stand: 22. Nov. 2025

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  • Zwischen Inspiration und Inszenierung

    Zwischen Inspiration und Inszenierung

    Eindrücke vom Greator-Festival 2026

    „Wie eine Esoterikmesse, aber auf Hochglanz poliert.“

    Mit diesem prägnanten Eindruck beschreibt Michael Schofer, Beauftragter für Weltanschauungsfragen im Erzbistum Bamberg, beispielsweise seinen Besuch im Messebereich auf dem Greator-Festival 2026 in Köln.

    In seinem ausführlichen und differenzierten Erfahrungsbericht schildert Michael Schofer darüber hinaus die Faszination der perfekt inszenierten Veranstaltung ebenso wie seine kritischen Beobachtungen. Zwischen Motivation, Coaching und Persönlichkeitsentwicklung begegnet er auch esoterischen Heilsversprechen, pseudowissenschaftlichen Methoden und einem erheblichen Selbstoptimierungsdruck.

    Ein lesenswerter Beitrag, der dazu einlädt, Inspiration und Inszenierung kritisch voneinander zu unterscheiden und die boomende Coaching- und Selbstoptimierungsbranche genauer in den Blick zu nehmen.


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    #MichaelSchofer #Greator #Coaching #Erfolgsseminare #Persönlichkeitsentwicklung #Selbstoptimierung #Esoterik #Spiritualität #Weltanschauung #KritischesDenken #Sektenwatch

    Bilder alle Michael Schofer

    Bild 1: Detlef D. Soost performt zu „Vision & Goals“

    Greator-Festival

    Bild 2: Wolfgang Grupp im Gespräch mit dem Greator CEO Alexander Müller

    Greator-Festival

    Bild 3: Coach und Impulsgeber Bent spricht über Klarheit

    Bild 4: Großes Abschlussevent mit Kochshow der „Space Club Kitchen“

    Greator-Festival

    Bild 5: Atmen mit Gurudev Sri Sri Ravi Shankar

  • OCG – Zurück in die Manipulation?

    OCG – Zurück in die Manipulation?

    ? Teil 2 der OCG-Aussteigergeschichte

    Neu im Skeptix-Blog: Der zweite Teil der bewegenden Reportage aus dem BR-Format „Die Frage“ zeigt eindrücklich, warum der Ausstieg aus einer autoritär geprägten Glaubensgemeinschaft oft kein einmaliges Ereignis, sondern ein langer und schmerzhafter Prozess ist.

    Susanna kehrt in einer persönlichen Krise noch einmal zur OCG zurück – und erlebt ein Aufnahmeritual, das sie beinahe zerbricht. Erst durch therapeutische Unterstützung und neue soziale Erfahrungen gelingt ihr der endgültige Weg in ein selbstbestimmtes Leben.

    Ein wichtiger Beitrag über Manipulation, Traumafolgen und die Herausforderungen eines nachhaltigen Ausstiegs.

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    #OCG #IvoSasek #Manipulation #Ausstieg #PsychischeGesundheit #Trauma #Religionsfreiheit #Skeptix #DieFrage #SektenWatch

  • OCG erfindet die „Blutsekte“

    OCG erfindet die „Blutsekte“

    OCG instrumentalisiert die „Satanic Panic“ für Verschwörungserzählungen

    Alte Mythen, neue Verschwörungserzählungen: Ein aktueller Beitrag von Relinfo Schweiz zeigt, wie die Organische Christus-Generation (OCG) um Ivo Sasek die seit Jahrzehnten widerlegte „Satanic Panic“ aufgreift und für ihre eigene Ideologie instrumentalisiert.

    Unter dem Schlagwort angeblicher „Blutsekten“ verbreitet die OCG unbelegte Behauptungen über satanistische Netzwerke und konstruiert ein Bedrohungsszenario, für das belastbare Belege fehlen. Der Relinfo-Beitrag analysiert, wie aus Spekulationen, Fehlinformationen und verschwörungsideologischen Narrativen ein geschlossenes Weltbild entsteht, das Ängste schürt und die Anhängerschaft an die eigene Gemeinschaft bindet.

    Die Instrumentalisierung der historischen Satanic Panic ist ein typisches Merkmal autoritärer Gruppen: Komplexe gesellschaftliche Entwicklungen werden auf vermeintlich verborgene Mächte zurückgeführt. Kritik an den eigenen Lehren wird abgewehrt, während die eigene Gemeinschaft als einzige Quelle der Wahrheit dargestellt wird.

    Besonders bedenklich: Die von Ivo Sasek gegründeten Plattformen kla.TV und die Anti-Zensur-Koalition (AZK) blieben nicht auf das eigene Milieu beschränkt. Vertreter aus diesem Umfeld erhielten in der Vergangenheit auch bei Veranstaltungen der AfD-Bundestagsfraktion eine Bühne. Das zeigt, wie verschwörungsideologische Narrative bis in politische Netzwerke hinein Anschluss finden können.

    Auf sektenwatch.de finden Sie außerdem einen Erfahrungsbericht eines ehemaligen OCG-Mitglieds sowie zahlreiche Hintergrundinformationen über die OCG, Ivo Sasek und kla.TV.

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    #OCG #IvoSasek #SatanicPanic #Verschwörungserzählungen #Desinformation #SpirituellerMissbrauch #ReligiöserExtremismus #KlaTV #Faktencheck #Sektenwatch

  • Anastasia-Bewegung-Extremismus im „Tarnanzug“

    Anastasia-Bewegung-Extremismus im „Tarnanzug“

    ? Harmloser Öko-Lifestyle? Hinter der Anastasia-Bewegung steckt weit mehr.

    Naturverbundenheit, Selbstversorgung und ein Leben im Einklang mit der Umwelt – so präsentiert sich die Anastasia-Bewegung nach außen. Doch hinter der romantischen Fassade finden sich immer wieder Hinweise auf rassistische und antisemitische Ideologien, verschwörungsideologische Weltbilder sowie äußerst problematische Schul- und Bildungskonzepte.

    Der neue Podcast der Fake Busters beleuchtet die Hintergründe dieser Bewegung und ordnet ihre Ideologie kritisch ein. Auch in Deutschland ist die Anastasia-Bewegung aktiv und beschäftigt Beratungsstellen sowie Fachleute seit Jahren. 0

    Auf sektenwatch.de finden Sie außerdem einen persönlichen Erfahrungsbericht sowie weitere Hintergrundinformationen zur Anastasia-Bewegung.

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  • Gewalt und Gruppendruck

    Gewalt und Gruppendruck

    ? Neu auf dem Skeptix-Blog: Aufgewachsen in der OCG – Susannas Weg aus Manipulation und Angst

    „Wenn du gehst, verlierst du alles.“ – Mit dieser Angst wachsen viele Kinder in autoritär-religiösen Gruppen auf.

    Susanna ist in der OCG (Organische Christus-Generation) des Schweizer Predigers Ivo Sasek aufgewachsen. Sie berichtet von Abschottung, psychischem Druck, Züchtigung und sogenannten „Bemessungen“, die ihr Leben von Kindheit an prägten.

    Wie funktionieren solche Manipulationsmechanismen? Können grundsätzlich alle Menschen dafür anfällig sein? Kriminalpsychologin Lydia Benecke erklärt die psychologischen Hintergründe. Psychologin Bianca Liebrand von der Sekteninfo NRW ordnet die OCG ein und erläutert, warum Menschen häufig in solchen Gruppen bleiben.

    Susanna hat den Ausstieg geschafft – doch der Weg in ein selbstbestimmtes Leben begann damit erst.


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  • Neuer Prophet beim Universellen Leben? Matthias Pöhlmann ordnet aktuelle Entwicklungen ein

    Nach dem Tod der Gründerin Gabriele Wittek scheint sich im Universellen Leben eine neue prophetische Führungsfigur herauszubilden. Der langjährige Weltanschauungsexperte Matthias Pöhlmann bewertet die aktuellen Entwicklungen und deren religiöse wie wirtschaftliche Hintergründe.

    Die Main-Post berichtete am 19. Juni 2026 über bemerkenswerte Entwicklungen innerhalb der Glaubensgemeinschaft „Universelles Leben“ (UL). Im Mittelpunkt des Berichts stehen die Entwicklungen nach dem Tod der Gründerin Gabriele Wittek im Herbst 2024 sowie die Frage, welche religiösen und wirtschaftlichen Folgen sich daraus für die Gemeinschaft ergeben.

    Besondere Aufmerksamkeit richtet sich dabei auf Ulrich Seifert. Nach Berichten über größere Zusammenkünfte von Anhängerinnen und Anhängern in Altfeld bei Marktheidenfeld wird Seifert inzwischen von Teilen der Gemeinschaft als neue prophetische Autorität angesehen. Diese Entwicklung überrascht Beobachter, da Gabriele Wittek selbst mehrfach erklärt hatte, dass nach ihr kein weiterer Lehrprophet folgen werde.

    Der evangelische Weltanschauungsbeauftragte Matthias Pöhlmann, der die Entwicklung des Universellen Lebens seit vielen Jahren beobachtet und zu den bekanntesten Experten für neue religiöse Bewegungen in Deutschland zählt, bezeichnet diese Entwicklung als überraschend. Nach seiner Einschätzung hatten viele Fachleute angenommen, dass das Universelle Leben nach dem Tod seiner Gründerin vor allem als religiöse Bewegung an Bedeutung verlieren könnte. Stattdessen sei nun eine neue Führungsfigur in Erscheinung getreten, die offensichtlich sowohl spirituell als auch organisatorisch eine zentrale Rolle einnimmt.

    Nach Angaben der Main-Post versammelten sich bei jüngsten Treffen mehrere Hundert Anhängerinnen und Anhänger. Für Pöhlmann deutet dies darauf hin, dass es weiterhin einen festen Kern engagierter Mitglieder gibt. Schätzungen zur Gesamtzahl der Anhängerschaft gehen von einer niedrigen vierstelligen Zahl aus, wobei genaue Angaben nicht vorliegen.

    Besonders bemerkenswert ist aus Sicht des Weltanschauungsexperten, dass Ulrich Seifert offenbar eine Rolle übernommen hat, die innerhalb der Gemeinschaft als prophetische Autorität verstanden wird. Nach seiner Einschätzung wurde damit ein Weg gewählt, die religiöse Identität des Universellen Lebens auch nach dem Tod seiner Gründerin aufrechtzuerhalten. Für viele Anhänger sei gerade die Vorstellung bedeutsam, dass göttliche Botschaften weiterhin unmittelbar durch einen Menschen vermittelt werden könnten.

    Neben der religiösen Dimension verweist die Berichterstattung auch auf die erhebliche wirtschaftliche Bedeutung des Universellen Lebens. Über Jahrzehnte entstand rund um die Gemeinschaft ein weit verzweigtes Netzwerk von Unternehmen, Stiftungen und wirtschaftlichen Einrichtungen. Dazu zählen Betriebe aus den Bereichen Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion, Handel, Medien und Dienstleistungen. Besonders bekannt ist die Bio-Lebensmittelmarke „Lebe Gesund“, deren Produkte weit über die Region hinaus vertrieben werden.

    Nach Angaben der Main-Post umfasst dieses Netzwerk rund 60 Unternehmen und Beteiligungen. Beobachter sprechen von einem über Jahrzehnte aufgebauten Firmenverbund mit Vermögenswerten in Millionenhöhe. Damit ist das Universelle Leben nicht nur als religiöse Bewegung, sondern auch als wirtschaftlicher Akteur von erheblicher Bedeutung. Die wirtschaftlichen Strukturen bilden seit Jahren eine wichtige Grundlage für die Aktivitäten der Gemeinschaft und reichen weit über den engeren religiösen Bereich hinaus.

    Auch in diesem Zusammenhang misst Matthias Pöhlmann der Rolle von Ulrich Seifert besondere Bedeutung bei. Nach seiner Einschätzung ist Seifert heute nicht nur die prägende religiöse Figur des Universellen Lebens, sondern zugleich eine Schlüsselfigur innerhalb verschiedener wirtschaftlicher Strukturen der Bewegung. Religiöse Führung und organisatorisch-wirtschaftliche Verantwortung scheinen damit in besonderer Weise zusammenzulaufen.

    Pöhlmann sieht die aktuellen Entwicklungen vor allem als Versuch, die Gemeinschaft nach dem Tod ihrer Gründerin neu zu stabilisieren. Die regelmäßigen Treffen dienten aus seiner Sicht dazu, die innere Geschlossenheit zu stärken und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Mitglieder zu fördern. Das religiöse Element spiele dabei wieder eine deutlich größere Rolle als in den vergangenen Jahren.

    Für den Münchner Weltanschauungsexperten ist die Entwicklung deshalb bemerkenswert, weil viele Beobachter nach dem Tod Witteks keinen prophetischen Nachfolger erwartet hatten. Dass nun erneut prophetische Botschaften verkündet werden und sich mehrere Hundert Anhänger zu gemeinsamen Veranstaltungen versammeln, wertet er als Versuch, die Gemeinschaft enger zusammenzuführen und ihre Identität zu festigen. Die Etablierung einer neuen prophetischen Führungsfigur sei daher einer der bemerkenswertesten Aspekte der aktuellen Entwicklung.

    Zugleich verweist Pöhlmann auf Kritikpunkte, die seit Langem mit dem Universellen Leben verbunden werden. Er warnt vor autoritären Strukturen und möglichen Formen der Beeinflussung von Mitgliedern. Problematisch sei insbesondere eine starke Abgrenzung gegenüber der Außenwelt sowie die Vorstellung, Teil einer besonderen oder auserwählten Gemeinschaft zu sein. Durch ein entsprechendes Gemeinschaftsverständnis könne die Bindung an die Gruppe gestärkt und die Distanz zur Außenwelt vergrößert werden.

    Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass das Universelle Leben auch nach dem Tod seiner Gründerin keineswegs von der Bildfläche verschwunden ist. Vielmehr deutet vieles darauf hin, dass die Bewegung versucht, ihre religiöse Identität neu zu definieren, ihre Anhängerschaft enger an sich zu binden und zugleich die Kontinuität ihres umfangreichen wirtschaftlichen Netzwerks zu sichern. Für Matthias Pöhlmann stellt insbesondere die Verbindung von religiöser Führungsrolle und wirtschaftlicher Bedeutung einen wichtigen Aspekt bei der Bewertung der aktuellen Entwicklung dar.

  • Anastasia-Bewegung im Fokus: Podcast und Recherchen decken problematische Netzwerke auf

    Wenn Esoterik, Schulprojekte und Extremismus aufeinandertreffen

    Die Anastasia-Bewegung präsentiert sich häufig als naturverbundene Lebensgemeinschaft. Recherchen von Journalisten, Fachstellen und Wissenschaftlern zeigen jedoch seit Jahren, dass innerhalb des Milieus immer wieder demokratiefeindliche, verschwörungsideologische, extremistische und antisemitische Bezüge erkennbar werden.

    Ein aktueller Beitrag im Skeptix-Blog greift die jüngsten Recherchen zur Anastasia-Bewegung in Mecklenburg-Vorpommern auf. Im Mittelpunkt steht der Versuch, Einfluss auf ein Schulgründungsprojekt zu nehmen. Der Beitrag ordnet die Hintergründe ein und verweist auf weiterführende Quellen.

    Besonders interessant ist die neue Podcast-Reihe der Ostsee-Zeitung. Die umfangreiche Recherche beleuchtet die Strukturen und Netzwerke der Bewegung und zeigt Verbindungen einzelner Akteure zur Reichsbürger-Szene sowie Berührungspunkte mit der sogenannten Germanischen Neuen Medizin auf. Die Recherchen machen deutlich, wie eng unterschiedliche verschwörungsideologische und extremistische Milieus teilweise miteinander verknüpft sein können.

    Ergänzende Informationen, Hintergrundberichte und weitere Analysen zur Anastasia-Bewegung finden Sie auf der Homepage von Sektenwatch.

    Die Auseinandersetzung mit solchen Netzwerken bleibt wichtig, um demokratiefeindliche, verschwörungsideologische, extremistische und antisemitische Strukturen frühzeitig zu erkennen, einzuordnen und ihre Auswirkungen auf Bildung, Gesellschaft und demokratische Kultur kritisch zu beleuchten.

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  • Der Fall Klingenberg

    ? 50 Jahre nach Anneliese Michel: Exorzismus und Befreiungsdienste weiterhin ein problematisches Thema 

    Vor 50 Jahren starb die Studentin Anneliese Michel nach einem Exorzismus. Der Fall von Klingenberg zählt bis heute zu den bekanntesten und tragischsten Ereignissen im Zusammenhang mit Besessenheitsglauben und Dämonenaustreibungen in Deutschland.

    Doch das Thema ist keineswegs Vergangenheit. Auch heute suchen Menschen Hilfe bei Exorzisten und sogenannten Befreiungsdiensten. Die ZDF-Dokumentation „Der Teufel in mir – Exorzismus heute“ beleuchtet unterschiedliche Formen des Umgangs mit Besessenheitsvorstellungen und spirituellen Krisen. Leider fehlt eine skeptische Einordnung von Ritualen und Personen. (Eine kritische Einschätzung zur Dokumentation auf SKEPTIX). Bernd Harder: „Und so ist der 45-minütige Beitrag weniger die skeptische Aufklärung, die man sich wünschen würde, als vielmehr eine dokumentarische Darstellung der vielen Exorzismus-Angebote „im Kontext eines verschärften Wettbewerbs zwischen Seelenheilbewirtschaftern“. Beziehungsweise ein Film über „Angebot und Nachfrage in einem obskuren Business, das von starken Sehnsüchten getrieben ist“ (taz).“

    Während die katholische Kirche als Konsequenz aus dem Fall Anneliese Michel beim Thema Exorzismus große Zurückhaltung übt und klare Vorgaben sowie psychologische und medizinische Prüfungen vorsieht, agieren-wie der Beitrag zeigt- zahlreiche selbsternannte „Befreiungsdienstler“ sowie Online- und YouTube-Exorzisten weitgehend ohne Kontrolle. Die Dokumentation zeigt dies eindrucksvoll anhand von Ausschnitten aus Sitzungen des Internet-Exorzisten „Nature23“ sowie verschiedener „Befreiungsdienste“ aus freikirchlichem Umfeld. Erschreckend ist dabei, wie Menschen ohne wirkliche psychologische oder psychotherapeutische Ausbildung mit teilweise schwer traumatisierten und psychisch belasteten Personen unqualifiziert arbeiten und deren Probleme häufig vorschnell als spirituelle oder dämonische Einflüsse deuten. Das es dabei zu Übergriffen und Verletzungen kommt, wie bei NATURE 23 ist ein weiterer erschreckender Aspekt.

    Die kritische Auseinandersetzung mit Exorzismus, Befreiungsdiensten und dem Glauben an Dämonen bleibt daher wichtig. Wo endet religiöse Überzeugung und wo beginnen psychische Belastung, Manipulation oder spiritueller Missbrauch? Welche Verantwortung tragen religiöse Gemeinschaften gegenüber hilfesuchenden Menschen?

    Weiterführende Fragen:
    Wie kann Menschen in spirituellen Krisen verantwortungsvoll geholfen werden? Welche Rolle spielen psychologische und psychotherapeutische Hilfen? Und wie lassen sich spirituelle Begleitung und der Schutz vor Manipulation, Fehldiagnosen und spirituellem Missbrauch miteinander vereinbaren?

  • Neue Analyse: Nihilistic Violent Extremism, 764 & digitale Gewaltmilieus

    ? Neben Podcasts und zahlreichen Presseberichten liegt nun auch eine umfassende Analyse zu „764“ und entsprechenden gewaltbereiten Online-Kulten vor.

    Gewalt als Status. Manipulation als Gruppendynamik. Online-Radikalisierung ohne klassische Ideologie.

    Das neue Research Paper von CeMAS untersucht unter dem Begriff „Nihilistic Violent Extremism“ (NVE) eine neue Form digitaler Gewaltmilieus.

    Im Mittelpunkt stehen:

    • digitale Radikalisierung Jugendlicher
    • Gewalt als soziale Anerkennung
    • kultartige Online-Dynamiken
    • emotionale Manipulation
    • Täter-Opfer-Verschmelzungen
    • transnationale Netzwerke wie „764“
    • digitale Eskalationsspiralen und Gewaltästhetisierung

    Besonders alarmierend: Die Analyse beschreibt Mechanismen psychologischer Kontrolle, Gruppendruck, emotionale Abhängigkeiten und die zunehmende Normalisierung extremer Gewalt in digitalen Räumen.

    Auch Akteure wie „White Tiger“ werden im Kontext solcher Online-Milieus eingeordnet.

    Ebenfalls interessant, die Analyse der Konrad Adenauer Stiftung (Die gesamte Publikation gibt es hier)

    Aus Sicht der Initiative zur Hilfe gegen seelische Abhängigkeit und religiösen Extremismus sehen wir hier ein relativ neuartiges höchst gefährliches Phänomen mit Überschneidungen zwischen kultartigen Strukturen, psychologischer Manipulation und digitalen Radikalisierungsdynamiken.

     

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