„Meister und Mausi“ – ein Blick hinter die Fassade einer Zen-Gruppe
Wie viel Nähe, Abhängigkeit und Kontrolle kann in einer spirituellen Gemeinschaft stecken? Der BR-Podcast „Seelenfänger“ beschäftigt sich in seiner aktuellen fünfteiligen Reihe „Meister und Mausi“ mit einer Zen-Gruppe, deren Mitglieder sich von ihrem Meister Liebe, Schutz und eine gute Wiedergeburt erhoffen.
Ehemalige Mitglieder berichten von Angst, Druck und Manipulation. Thematisiert werden unter anderem der Umgang mit Geld, Beziehungen und persönlichen Entscheidungen sowie die besondere Rolle der Frau des Meisters. Die Betroffenen schildern Erfahrungen, die einen kritischen Blick auf spirituelle Abhängigkeiten und gruppendynamische Prozesse werfen.
Auch die Gegenseite kommt zu Wort: Der Meister und seine Frau weisen die gegen sie erhobenen Vorwürfe zurück. Die abschließende Folge „Meister und Mausi: Vor Gericht“ beschäftigt sich mit den gerichtlichen Auseinandersetzungen, die nach Veröffentlichung des Podcasts entstanden sind.
Die fünfteilige Reihe ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie journalistische Recherche hinter die Fassade einer spirituellen Gemeinschaft blicken kann – und welche Mechanismen entstehen können, wenn Vertrauen, Abhängigkeit und Macht miteinander verbunden werden.
Mehr zum Thema emotionaler und seelischer Missbrauch: In unserem Tagungsbericht „Seelischer, emotionaler, geistlicher und geistiger Missbrauch – Erscheinungsformen, Herausforderungen und Hilfeperspektiven“ beschäftigen wir uns ausführlicher mit diesen Themen.
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